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Forster in Paris

Erik Neutsch
pubblicato da EDITION digital

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7,99

Ein Mann, einsam im Paris des Jahres 1793. Verlassen von Freunden, verlassen vor allem von seiner Frau Therese, die ihm einen anderen vorgezogen hat, getrennt von den geliebten Kindern, ohne Einkünfte, von tödlicher Krankheit gezeichnet, der Mann Georg Forster, Weltreisender, Naturforscher, Deputierter der Mainzer Republik im Pariser Konvent. Erik Neutsch zeichnet die letzten Lebensmonate dieses Revolutionärs und in ihnen zugleich die Geschichte dieser ereignisreichen Biografie. Aus Briefen, Dokumenten, zeitgenössischen Aussagen wird deutlich, wie da ein Mann das einmal als richtig Erkannte auch in schwierigen Zeiten nicht aufgibt, wie er nicht in die Leiden seiner persönlichen Konflikte versinkt, sondern mit dem Blick auf seine und die künftigen Feinde der Revolution noch auf dem Sterbebett schreibt: Paris ist immer unsere Karte, und ihr habt verloren! Die Erzählung über Georg Forster und die Französische Revolution von 1789 wurde erstmals 1981 im Mitteldeutschen Verlag Halle - Leipzig veröffentlicht. LESEPROBE: «Halt an, Bürger. Bist du ein Freund, trinke mit uns und nimm einen Happen.» Ein Krüppel lud ihn ein. Beide Beine waren ihm abgeschossen, bei Jemappes, wie er sagte, und er bewegte sich auf einem flachen Karren mit vier Holzrädern, indem er sie mit seinen Händen bediente. «Es kann doch nicht alles umsonst gewesen sein. Leben wollen wir, leben. Verstehst du? Wie einstmals die Könige. Satt werden jeden Tag. Sie, die Blutsauger, sollen geköpft werden, aber das französische Volk - es soll leben.» Forster nahm einen Schluck, einen Bissen trockenen Brots und gebratenen Fleischs. Es mochte von Hunden oder Katzen stammen. Aber er hatte ja unter Cooks Kommando auch schon Ratten verzehrt. Er dachte: Die Männer haben Arme und Beine verloren, sogar das Augenlicht, doch es stört sie nicht Sie haben auch ihre Ketten abgestreift. Und das vor allem läßt sie den Verlust ihrer Glieder ertragen... Er erreichte die Quaimauern der Seine, hörte den Fluß unter sich rauschen und erblickte vor sich den Pont Neuf mit seinen unverkennbar stämmigen Pfeilern und niedrig geschwungenen Bögen. Erneut suchte er Halt, lehnte sich auf der Brücke gegen die steinerne Brüstung und starrte in das dunkle, im Widerschein der Uferlaternen sich leicht bewegende, zitternde und glitzernde Wasser.

Geboren 21. Juni 1931 in Schönebeck/Elbe, Studium der Philosophie und Publizistik an der Universität Leipzig, Diplom 1953, bis 1960 Kultur- und Wirtschaftsredakteur in Halle, Reporter. Seit 1962 freischaffender Schriftsteller, Mitglied der Akademie der Künste der DDR 1974-1991, Mitglied des Schriftsteller-Verbandes Deutschlands. Erik Neutsch ist am 20. August 2013 in Halle verstorben. Veröffentlichungen Romane: Spur der Steine, Halle 1964, Bergisch-Gladbach 1991, München 1994, Leipzig 1996 (35 Aufl.) Auf der Suche nach Gatt, Halle 1973, Benshausen 2009 (15 Aufl.) Der Friede im Osten, bisher 4 Bände, Halle 1974-1987 (29 Aufl.) Totschlag, Querfurt 1994 (2 Aufl.) Nach dem großen Aufstand - Ein Grünewald-Roman, Leipzig 2003, Dößel 2010 (2 Aufl.) Erzählungen: Die Regengeschichte, Halle 1960 (3 Aufl.) Die zweite Begegnung, Halle 1961 Bitterfelder Geschichten, Sammelband, Halle 1961 (3 Aufl.) Die anderen und ich, Sammelband, Halle 1970 (5 Aufl.) Tage unseres Lebens, Leipzig 1973 Heldenberichte, Sammelband, Berlin 1976 Akte Nora S., Berlin 1976 Der Hirt, Halle 1978, Berlin 1998 Zwei leere Stühle, Halle 1979 (10 Aufl.) Forster in Paris, Halle 1981, Querfurt 1994 (3 Aufl.) Claus und Claudia, Halle 1989 (3 Aufl.) Stockheim kommt, Berlin 1998 Verdämmerung, Kückenshagen März 2003 (2 Auflagen) Kinderbücher: Olaf und der gelbe Vogel, Berlin 1972 (5 Aufl.) Vom Gänslein, das nicht fliegen lernen wollte, Leipzig 1995. Bühnenwerke: Haut oder Hemd, Schauspiel, Urauff. Halle 1971 Karin Lenz, Opernlibretto zur Musik von Günter Kochan, Urauff. Deutsche Staatsoper Berlin 1971 Haut oder Hemd, Text und Dokumentation, Halle 1972 Da sah ich den Menschen, Dramatik und Gedichte, Berlin 198

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